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Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges, hormonbildendes Organ, das knapp unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre liegt. Sie ist schmetterlingsförmig und besteht aus zwei Lappen, die durch einen Gewebssteg miteinander verbunden sind. 

Die Schilddrüse kann Ausgangspunkt zahlreicher Erkrankungen sein. Neben Funktionsstörungen wie Über- oder Unterfunktion können strukturelle Veränderungen wie Knoten und Zysten, aber auch Entzündungen und bösartige Veränderungen in der Schilddrüse vorkommen. In weniger als einem Prozent aller Schilddrüsenknoten handelt es sich um bösartige Erkrankungen.

Die Entscheidung, ob eine Operation erforderlich ist, trifft im Vorfeld der Nuklearmediziner. In enger Abstimmung mit ihm erstelle ich daraufhin ein individuelles Behandlungskonzept für meine Patienten. Sollte ein chirurgischer Eingriff unumgänglich sein, bin ich in erster Linie bestrebt, ein optimales medizinisches Ergebnis zu erzielen, achte aber gleichzeitig darauf, durch die Anwendung eines kleinen Schnittes auch kosmetisch ein bestmögliches Resultat zu erreichen.

Als Mitbegründerin eines chirurgischen Schilddrüsenkompetenzzentrums und Ausbildnerin bei nationalen und internationalen Schilddrüsen-Workshops habe ich bereits vor Jahren einen meiner medizinischen Schwerpunkte auf die Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie gelegt. Diese Erfahrung trägt sicherlich auch dazu bei, dass sich meine Patientinnen und Patienten mir anvertrauen.

Häufig gestellte Fragen


Was kann bei einer Schilddrüsenoperation passieren?

Durch die anatomische Nähe des Stimmbandnerven zur Hinterfläche der Schilddrüse kann dieser bei der Operation verletzt werden. Das Symptom nach einer Stimmbandnervverletzung ist die Heiserkeit, die vorübergehend sein kann, aber auch dauerhaft bestehen bleiben kann. Begleitend können Schluckstörungen und Atemprobleme auftreten. Durch die routinemäßige Anwendung des Neuromonitorings, mit dem während der Operation der Nerv einer ständigen Kontrolle unterliegt, können Verletzungen minimiert werden.

Die Nebenschilddrüsen, von denen normalerweise vier Stück unmittelbar der Schilddrüse aufliegen, müssen während der Operation geschont werden, da sonst eine Nebenschilddrüsenunterfunktion resultiert, die relevante gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Die Erfahrung der ChirurgIn in der Erkennung, Präparation und Erhaltung dieser kleinen hormonproduzierenden Drüsen ist entscheidend für deren weitere Funktion.

Eine Nachblutung ist sehr selten und bedarf mitunter eines zweiten Eingriffes.

Wie lang wird die Narbe?

Die Länge des Schnittes hängt von der Größe und der Art Ihrer Schilddrüsenerkrankung ab. Ich achte sehr darauf, dass die Schnittlänge möglichst kurz gehalten wird und die Operation gewebeschonend und sanft durchgeführt wird. Damit ist ein gutes kosmetische Ergebnis zu erzielen. Die Hautnaht erfolgt mit einem selbstauflösenden Faden, der nicht entfernt werden muss. Damit kann jede weitere Manipulation am Hals vermieden werden.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Eine körperliche Schonung sollte für ungefähr zwei Wochen eingehalten werden.
Die hormonelle Situation wird nach der Operation vom Nuklearmediziner eingestellt, danach sind alle körperlichen Aktivitäten wieder möglich.
Die frische Narbe sollte jedoch nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Eine Wundheilungsstörung nach Schilddrüsenoperationen ist sehr selten. Sollte sie dennoch auftreten, muss sie sehr ernst genommen werden. Deswegen dürfen Sie jederzeit Kontakt zu mir aufnehmen, falls Sie durch eine Unklarheit in Sorge sind.

Gibt es Alternativen zur Operation?

Manchmal ja! Um dies zu beurteilen, ist es notwendig, dass ich mich intensiv mit Ihnen und Ihrem Befund beschäftige. Ein ausführliches Gespräch, in dem ich Ihnen das medizinisch Notwendige dargelege und gezielt auf Ihre Fragen eingehe, stellt die Basis für das Festlegen des weiteren Procedere dar.

Ich habe Angst vor der Operation!

Das ist ganz normal! Das wichtigste ist eine kompetente, einfühlsame und ehrliche Aufklärung. Das Gespräch gibt mir Zeit, Sie kennenzulernen, auf Ihre Ängste und Fragen einzugehen. Schön ist es für beide Seiten, wenn danach ein Gefühl des Vertrauens entstanden ist.

 

SYMPTOME

  1. Druckgefühl im Hals
  2. Schluckbeschwerden
  3. Gewichtsverlust, Schwitzen, Haarausfall, Nervosität, Durchfall bei Überfunktion
  4. Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Anstieg des Cholesterinspiegels, Verstimmungen bei Unterfunktion
  5. Schmerzen

DIAGNOSTIK

Die Entscheidung, ob eine Schilddrüse operationsbedürftig ist, trifft der Nuklearmediziner nach einer eingehenden Untersuchung. In enger Zusammenarbeit mit ihm wird ein individuelles Behandlungskonzept für jeden Patienten festgelegt.

THERAPIE

Schilddrüsenoperationen sind hoch spezialisierte Eingriffe, die eine große Erfahrung auf diesem Gebiet voraussetzen. Als ehemalige Mitbegründerin des Kompetenzzentrums für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie im Klinikum Schwarzach kann ich auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Durch meine Expertise lassen sich die relevanten und gefürchteten Komplikationen der Operation wie die Verletzung der Stimmbandnerven oder die Unterfunktion der Nebenschilddrüsen sowie die Nachblutung minimieren.