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Hernien

Hernien (Brüche) entstehen durch angeborene oder erworbene Schwachstellen in der Bauchdecke, durch die sich das Bauchfell nach außen vorwölbt. In diesen Bruchsack können sich Teile der Eingeweide wie Darmanteile oder Fettgewebe hineinrutschen und eingeklemmt werden. Am häufigsten treten Hernien an folgenden Stellen auf:

  1. im Bereich der Leiste (Leistenhernie, Schenkelhernie)
  2. im Bereich des Nabels (Nabelhernie)
  3. im Bereich von Narben nach Operationen (Narbenhernie)


Häufig gestellte Fragen


Welche Operationsmethoden gibt es?

Ich favorisiere zwei Methoden: die minimal invasive (endoskopische) Methode mit einer Netzimplantation (TAPP) in Vollnarkose oder die offene Methode mit oder ohne Netzimplantation in Vollnarkose oder mit einem Kreuzstich

Welche Technik für Sie am besten geeignet ist, wird nach einer eingehenden Untersuchung gemeinsam mit Ihnen entschieden.

Wie muss ich mich nach der Operation verhalten?

Nach einer Hernienoperation ist eine körperliche Schonung notwendig, um nicht das Operationsergebnis zu gefährden. Wie lange diese ausfällt, hängt von der Operationsmethode ab. In einem Abschlussgespräch vor der Entlassung werden Sie über die notwendigen Verhaltensmaßregeln informiert.

Wie lange ist der stationäre Aufenthalt?

Kommt die offene Technik zur Anwendung, ist die Entlassung am Tag der Operation möglich, sofern dies im Vorfeld geplant worden ist und die notwendigen Voraussetzungen wie Betreuung durch einen Angehörigen, vorhandene Schmerzmittel gewährleistet sind.

Bei der minimal invasiven Methode kann die Entlassung frühestens am ersten Tag nach der Operation abhängig von den Beschwerden in Erwägung gezogen werden.

Bei größeren Narbenhernien gestaltet sich der Aufenthalt je nach angewandter Methode und Wundheilung individuell unterschiedlich.

 

SYMPTOME

  1. Ziehende Schmerzen
  2. Sichtbare Vorwölbung mit/ohne Schmerzen
  3. Erbrechen, Stuhlverhalt und starke Schmerzen bei Einklemmung eines Darmstückes und dadurch verursachtem Darmverschluss (Ileus).

DIAGNOSTIK

  1. Klinische Untersuchung
  2. Sonographie
  3. Computertomografie zur Größenbestimmung des Bruchringes bei Narbenhernien zur weiteren Operationsplanung
  4. Darmspiegelung (Coloskopie) präoperativ

THERAPIE

Eine Operation kann grundsätzlich geplant erfolgen.

Bei einem Darmverschluss durch ein eingeklemmtes Darmstück, das nicht mehr in die Bauchhöhle zurückverlagert werden kann, muss die Operation unverzüglich erfolgen.