Logo Dr. Agnes Gruber

Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüsen sind die alleinigen Produzenten des Parathormons, einem lebenswichtigen Hormon, das für die Regulierung des Calciumhaushaltes im Körper wichtig ist. Die in der Regel vier Nebenschilddrüsen sind kaum größer als eine Linse und befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Schilddrüse oder sitzen ihr auf.

Damit ist naheliegend, dass eine Operation an der Schilddrüse die häufigste Ursache für eine Nebenschilddrüsenunterfunktion ist, wenn dabei die kleinen Drüsen beeinträchtigt oder unabsichtlich entfernt werden.

Eine eigenständige Erkrankung der Nebenschilddrüse ist deren Überfunktion, der sogenannte Primäre Hyperparathyreoidismus. Dabei handelt es sich um eine meist gutartige Zellwucherung, die zu vermehrter Ausschüttung von Parathormon führt.


Ist ein chirurgischer Eingriff notwenig, führe ich diesen minimal invasiv durch. Als Grundlage für den Eingriff dient die nuklearmedizinische Diagnose, die ich im Vorfeld der Operation eingehend mit meinen Patienten bespreche. Dabei fällt ihnen die Entscheidung zur Operation wahrscheinlich auch deshalb ein wenig leichter, weil sie meine Erfahrung in diesem Fachgebiet zu schätzen wissen – die ich auch als Mitbegründerin eines chirurgischen Schilddrüsenkompetenzzentrums sowie als Ausbildnerin bei nationalen und internationalen Schilddrüsen-Workshops sammeln durfte.

Häufig gestellte Fragen


Wie weiß ich, dass die richtige Nebenschilddrüse entfernt wird?

Noch während der Operation wird das entfernte Gewebe vom Pathologen untersucht, um festzustellen, dass die richtige Nebenschilddrüse entfernt wurde.
Auch die wiederholte Bestimmung des Parathormons während der Operation kann den Erfolg der Operation bestätigen, wenn der Wert in den Normbereich oder mindestens um 50% des Ausgangswertes absinkt.

Wie wird operiert?

Es gibt normalerweise vier Nebenschilddrüsen, die der Schilddrüse aufsitzen. Die Aufgabe des Nuklearmediziners ist es, die Krankmachende genau zu lokalisieren.

Bei eindeutiger Darstellung der pathologischen Nebenschilddrüse lässt sich die Operation minimal invasiv gestalten.

Gibt es Alternativen zur Operation?

Manchmal ja! Falls es eine sinnvolle Möglichkeit gibt, wird sie Ihnen bereits vom behandelnden Nuklearmediziner vorgeschlagen. Eine ursächliche Therapie kann aber nur mit einer Operation erzielt werden.

Wie äußert sich eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen?

Die typischen akuten Symptome, meist nach einer Schilddrüsenoperation, sind Muskelkrämpfe und Kribbeln an den Händen und um den Mund, Angst, Atemnot mit Verkrampfung der Atemmuskulatur, Durchfall, Bauchschmerzen.
Bei länger andauernder Unterfunktion kommt es zu Veränderungen von Haut und Haaren, Herzrhythmusstörungen, Verkalkungen im Gehirn und der Gefäße.

 

SYMPTOME

  1. Gallensteinleiden
  2. Nierensteinleiden
  3. Magenschmerzen, Magengeschwüre
  4. Osteoporose, Gelenkschmerzen
  5. Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Depressionsneigung
  6. Störungen der Herz- Kreislauffunktion

DIAGNOSTIK

Der Nuklearmediziner sollte durch eine Reihe spezieller Untersuchungen die kranke Nebenschilddrüse gut lokalisieren und damit die Basis für die erfolgreiche Operation legen.

THERAPIE

Minimal invasive Entfernung der Nebenschilddrüse, die für die Überfunktion verantwortlich ist, durch Operation.